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Ein Zeitzeuge berichtet über die Machenschaften der Stasi

Am 8. November 2005, einen Tag vor dem Jahrestag der Maueröffnung, stand für die Klassen 10 a und 10 b eine besondere unterrichtliche Veranstaltung auf dem Programm: Herr Lukow aus Berlin berichtete über sein Leben in der DDR und insbesondere über seine Haft in einem Gefängnis des Staatssicherheitsdienstes.
Es war beeindruckend, wie über 50 Jugendliche, die um die Zeit der Maueröffnung geboren sind, still und aufmerksam den Ausführungen dieses Mannes zuhörten, der in seinen jungen Jahren wegen "versuchter Republikflucht", wie man dies damals nannte, von der Stasi inhaftiert und unter menschenunwürdigen Bedingungen, unter psychischer Folter festgehalten worden war.
Anliegen von Herrn Lukow ist es, die Erinnerung an die zweite deutsche Diktatur des 20. Jahrhunderts wach zu halten und insbesondere an die junge Generation weiterzugeben. Die Demokratie ist ein hohes Gut, Gewaltenteilung und freie Wahlen benannte er als zentrale Elemente. In seinem Bericht wechselten sich Fakten und lebhafte Darstellungen ab. So haben die Jugendlichen einen glaubwürdigen Zeitzeugen erlebt, der offene Ohren sucht, damit dies nie wieder passiert.