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Klassensaal auf den Bauernhof verlegt

Unterricht einmal anders

Aufgeschreckt durch die aktuelle Diskussion über Dioxin in Hühnereiern und in Tierfutter, ökologische Probleme einer immer intensiver betriebenen Landwirtschaft, fortschreitende Mechanisierung und genveränderte Produkte, machte sich der Leistungskurs Erdkunde 11 des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums am 16. März 2011 auf, sich ein eigenes Bild von der Landwirtschaft zu machen. Eine Betriebserkundung der Hofgemeinschaft Mechtersheim war Ziel einer Exkursion. Im Unterricht wurden hierzu verschiedene Fragebögen erarbeitet.

Zentrale Frage war: „Ist alternative Landwirtschaft der Weg zu einer Substainable Agriculture?“ Hierzu informierte Herr Kalinke, einer der Gesellschafter der Hofgemeinschaft Mechtersheim, die interessierten Schüler und ihren Lehrer Hans Lieberknecht vor Ort, wie Ökolandbau in der Praxis funktioniert. Die Hofgemeinschaft wurde 1993 gegründet, um naturnahen Landbau und artgerechte Tierhaltung in einem vielfältigen Betrieb zu praktizieren, um damit einen Beitrag zur Schaffung einer lebenswerten Umwelt und zur Produktion gesunder Nahrungsmittel zu leisten. Die Schüler erfuhren, dass der Betrieb organisch-biologischen Landbau nach den Richtlinien von Bioland betreibt. Angebaut werden vor allem Kartoffeln, Karotten, Sojabohnen und Mais. Bei der Führung durch den Betrieb, die viele neue Aspekte eröffnete, war ein kleiner Höhepunkt, die Begegnung mit den sechs freilaufenden Mastschweinen, die zu direkten Kontakten und Erheiterungen führten. Der abschließende Besuch des Hofladens brachte viele nützliche Verbraucherinformationen.

Tief beeindruckt fuhren die Schüler nach Speyer zurück, natürlich umweltbewusst mit dem Fahrrad.