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Schülerexkursion zum Mercedes-Benz-Werk in Wörth
Im Rahmen der Unterrichtsreihe Wirtschaft und Industrie unternahm der Erdkundeleistungskurs 12 des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums, zusammen mit seinem Lehrer Hans Lieberknecht, eine Exkursion zum Mercedes-Benz Werk in Wörth. Nach theoretischen Vorbereitungen im Unterricht wollten die Schüler das Gelernte auch einmal in der Praxis erleben.
Lange hatte man auf einen Besuchstermin bei Mercedes warten müssen, denn die Entwicklung des neuen Lkw Actros galt als strengste Geheimsache „Erlkönig“ und die Furcht vor Werksspionage war im Mercedes-Werk groß, umso größer war die Erwartungshaltung der Schüler.
In einer kurzen Einführung erfuhren die Gymnasiasten, dass sich das größte Lkw-Werk der Welt in Wörth auf über 2,4 km² erstreckt und somit größer als der Staat Monaco ist. Sie lernten die verschiedenen Modellreihen und ihre jeweiligen Einsatzmöglichkeiten kennen und staunten über Insiderinformationen.
Nach der Einführung wurde die Gruppe durch das Werk geführt und konnte die hochtechnisierte Lkw-Montage bis hin zur Fertigstellung des neuen Actros mitverfolgen. Hautnah war man bei der Produktion in der ca. 1,3 km langen Fertigungshalle dabei. Dreh- und Angelpunkt bei der Wörther-Produktion ist die Flexibilität. Dies zeigte sich bei den Modelleihen des neuen und alten Actros, Ategos und Axors die in beliebiger Reihenfolge auf dem gleichen Fertigungsband gebaut werden. Faszieniernd ist hierbei die Technisierung, so werden beispielsweise Windschutzscheiben in Sekundenschnelle passgenau von einem Roboter eingesetzt.
Das LKW-Werk Wörth ist in der Region südlicher Vorderpfalz der größte Arbeitgeber, denn auch viele Zulieferer befinden sich direkt auf oder vor dem Werksgelände. Hier arbeiten mehrere Generationen einer Familie zusammen in einem Werk, was die Schüler überraschte. Aber auch die humanen Arbeitsbedingungen, die durch das Arbeiten in kleinen Gruppen oder aber auch durch die werkseigene Kinderbetreuung gegeben sind erstaunten die Schüler.
Der Werksbesuch war eine gute Ergänzung zum Erdkundeunterricht, der sich in mehreren Einheiten mit dem Strukturwandel und den damit ändernden Standortansprüchen der Industrie befasste.
Bereichert mit neuen Eindrücken und praktischen Erfahrungen aus der Produktionswelt kehrten die Schüler nach Speyer zurück.
Ann-Kathrin G., MSS 12
Verantwortlich: StD Hans Lieberknecht




