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Nikolaus-von-Weis-Gymnasium setzt Tradition der „Zeitzeugenvorträge“ fort

Eine verlorene Kindheit – wiedergefunden in Mias Briefen ab 1932.
Die Geschichte meiner Familie – erzählt von Zora Recker

Am Freitag, 11. Februar 2011, 10.30 Uhr, findet in der Aula des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums Speyer ein Vortrag statt, in dem eine Zeitzeugin des Zweiten Weltkriegs über die schlimmen Geschehnisse berichtet, die ihrer Familie widerfahren sind. Dazu lädt die Schule interessierte Menschen und auch ganz besonders Eltern herzlich ein.

Referentin wird Frau Zora Recker (geb. Bicanski) sein. Sie wurde kurze Zeit vor Kriegsausbruch in Novi-Sad, dem damaligen Jugoslawien, geboren. Ihre Eltern, ein deutsch-serbisches Ehepaar, fielen am 23. Januar 1942 einem Attentat der deutschen Besatzer vor den Augen ihrer Kinder zum Opfer. Nur durch beherztes Eingreifen des Kindermädchens entgingen die vierjährige Zora und ihr Bruder, gerade einmal sechs Monate alt, dem Tod.

Erst seit wenigen Jahren ist Zora Recker, die inzwischen in Dudenhofen und Berlin lebt, in der Lage,  über das Schicksal ihrer Familie, das auch zugleich ihr eigenes ist, zu sprechen.

Vor vielen Jahren tauchten Briefe ihrer Mutter Mia Bicanski (geb. Stöckel) auf, die der Korrespondenz zwischen ihr und dem bekannten Ökonomen Professor Joseph Schumpeter (1883-1950) entstammen. Diese Briefe erlaubten Frau Recker erstmals einen sehr genauen Einblick in das Wesen und die Person ihrer Mutter, an die sie sich nicht mehr erinnern kann. Gleichzeitig sind sie Zeugnis der politischen Ereignisse bis zum Jahr 1942.

 

Bilder

Klavierspiel von Herrn Denzinger
Blick ins Publikum
Begrüßung durch Herrn StD Dudenhöffer
Einführung durch Geschichtslehrerin Frau Hagemeister-Kapp
Vortrag von Frau Recker
Schülerbeitrag
Schülerbeitrag
Dank an die Zeitzeugin