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Nikolaus-von-Weis-Gymnasiasten genießen sonniges Dresden und entdecken die Liebe zur Oper – Studienfahrt 16. – 20. April 2007
Letzte Woche waren 20 Schülerinnen und 11 Schüler der Oberstufe des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums in Begleitung ihrer Lehrer, Frau M. Fischer und Herr Haun, auf Studienfahrt in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Nach der Ankunft in der größten Jugendherberge Sachsens erstmal ausruhen? – Fehlanzeige. Dresden hat einfach zu viel zu bieten, als dass es angebracht wäre sich zu entspannen. Die Schüler starteten ihr umfangreiches Programm mit einer großen Stadtrundfahrt und mussten feststellen, dass die Geschichte Dresdens gekennzeichnet ist von Kriegen und anderen Katastrophen, wie zuletzt dem Hochwasser im August 2002. Doch nun ist die Stadt zwar mit Narben versehen, blüht jedoch auf wie nie zuvor. Der Weg zu Fuß zurück zur Herberge blieb den Touristen aus Speyer erspart. Sie konnten eine gemütliche Fahrt mit dem Schiff auf der Elbe genießen, die an der Brücke „Blaues Wunder“ begann.
Am nächsten Tag ging es sehr früh weiter mit der Besichtigung des Jagdschlosses Moritzburg. Als nächstes standen eine Wanderung in der Sächsischen Schweiz und der Aufstieg zur Felsenbastion der Bastei auf dem Programm. Beim Erreichen des höchsten Aussichtspunktes überwältigte sie der Blick auf die Elbe und die Felsen aus Elbsandstein. Am darauf folgenden Morgen wurden die Schüler bei einer Führung durch die Sonderausstellung „Tödliche Medizin“ im Deutschen Hygiene-Museum über das erschreckende Geschehen im Rahmen unserer nationalsozialistischen Vergangenheit informiert. Im Anschluss war Gelegenheit, die ständige Ausstellung des Museums mit ihren faszinierenden Fakten aus Biologie und Medizin zu erforschen. Spielerisch etwas über das menschliche Verhalten zu erfahren machte allen sichtlich Spaß. Am Nachmittag ging es weiter mit einer Führung durch die faszinierende und weltberühmte Semperoper, die zum Pflichtprogramm eines jeden Dresden-Besuchs gehört. Als krönenden Abschluss des Tages durften sich die Pfälzer an der französischen Oper „La damnation de Faust” von Hector Berlioz erfreuen.
Der Donnerstagmorgen begann mit einer Besichtigung des Grünen Gewölbes. Hier konnte man sich die königlichen Kunstschätze betrachten, die glücklich Kriege und Besatzung überstanden haben, bevor es zum Stolz Dresdens weiter ging. Auf dem Neumarkt erhebt sich nach elfjähriger Bauzeit wieder die Frauenkirche. Sie erstand neu aus den Trümmern, ist ein Symbol für Frieden und Versöhnung und beweist, was ein zäher Bürgerwille und eine Million Spender erreichen können. In der Kirche gab es um 12 Uhr eine Orgelandacht, an die sich eine Information zur Frauenkirche anschloss. Mit einem Besuch der Gemäldegalerie Alte Meister, die sich zur Zeit im Zwinger befindet, endete die Reise der Speyerer Dresdenentdecker.
Nach einer Überdosis barocker Pracht konnten sich die Vorurteile gegenüber dem sozialistischen Städtebau nicht bestätigen. Auch wenn das Wetter nicht immer so prächtig mitspielen kann wie bei dieser Fahrt, werden die Schüler gerne wieder einmal in die sächsische Landeshauptstadt kommen. Dafür gibt es dort noch viel zu viel zu entdecken.





