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Ruderer holen Platz 9 beim Bundesfinale im Rudern in Berlin
Am 18. September 2011 ging es endlich los. Ziel war für die vier Ruderer Daniel Ronge, Elias Dreismickenbecker, Martin Faber, Philipp Nowicki, den Steuermann Marvin Degen, begleitet durch Herrn Trützler und Herrn Ronge, das Bundesfinale JtfO (Jugend trainiert für Olympia) der Schulen in Berlin.
Nach fünf Stunden Zugfahrt kamen wir gut gelaunt und erholt am Hauptbahnhof in Berlin an, wo wir uns erst einmal akkreditieren mussten. Nachdem alles geklärt war, ging es los in unser Hotel, welches einen guten ersten Eindruck bei uns hinterließ. Doch viel Zeit blieb uns nicht, denn schon am frühen Abend waren wir von unserem Bundesland in die Ländervertretung eingeladen. Doch bei der von uns zuerst als „langweilig“ und „trocken“ befürchteten Begrüßung, durften wir uns über ein kurzes „Hallo!“, untermalt von einem leckeren und großen Buffet, freuen. Am Schluss der Veranstaltung durften wir noch die Dachterrasse der Vertretung besichtigen, deren Besuch normalerweise nur politischen Hoheiten gewährt wird. Doch damit war unser Tag noch nicht zu Ende: Wir hatten noch einen Besuch für die Reichstagskuppel angemeldet. Dieser war sehr interessant, da wir einen tollen Blick über Berlin hatten und durch die Audioführung viel Interessantes erfuhren. Damit ging dann unser erster Tag in Berlin zu Ende.
Montags durften wir nach dem Frühstück die Olympiaregattastrecke der Olympiade 1936 zum Training betreten, um unser Boot zu riggern und eine Trainingsfahrt zu absolvieren. Diese verlief laut der Mannschaft sehr gut. Doch nach dem Herausheben des Bootes aus dem Wassers kam dann der große Schock: Eine wichtige Schraube an der Halterung des Steuers hatte sich gelöst. Bei einer lockeren Schraube besteht während eines Rennens die Gefahr, dass sich das Steuer löst. Bei solch einem Vorfall kann man weder steuern noch schnell rudern, da es zu sehr bremst. Doch nach einer halben Stunde konnten wir endlich aufschnaufen, denn durch das handwerkliche Geschick von Herrn Trützler und Herrn Ronge konnte das Problem behoben werden. Hiermit war unser Training für diesen Tag nun erfolgreich absolviert und man blickte voller Vorfreude auf die Rennen an dem darauf folgenden Dienstag.
Am Nachmittag besuchten wir unter anderem die East Side Gallery, das Holocaust-Denkmal und andere Sehenswürdigkeiten. Am Abend nahmen wir dann noch das Abendessen in unserem Hotel ein und bereiteten uns auf unser Rennen vor.
Am Dienstagmorgen, nach einem stärkenden Frühstück, machten wir uns wieder auf den Weg zu der Regattastrecke, um unseren Vorlauf zu bestreiten. Schon vor unserem Vorlauf war klar, dass es kein Vorbeikommen an den stärksten Gegnern gab. Dies bestätigte sich auch in einem sehr guten Rennen, über das wir alle fünf sehr zufrieden sein können.
Durch einen guten vierten Platz zogen wir, wie alle Teilnehmer, die nicht erster im Vorlauf wurden, in den Hoffnungslauf ein. In diesem Rennen galt es dann, unter die ersten zwei zu kommen. Von der Zeit her waren wir das drittschnellste Boot, nach Berlin und Mölln, aber deutlich vor Hamburg und Bremen. Es sollte ein spannendes Rennen zwischen Berlin, Mölln und Speyer geben. Wie erwartet, zeigte es sich im Rennen auch. Unser beim Start etwas abgeschlagenes Boot holte bei dem Zwischenspurt das an zweiter Stelle liegende Möllner Boot ein. Doch dieses konnte entgegenhalten. Somit zog unser Boot mit einem dritten Platz in das kleine Finale ein.
Nachdem wir uns in unserem Hotel fertig machten, ging es in Richtung Theater des Westens, wo wir das Musical „WE WILL ROCK YOU!“ anschauen wollten. Doch vorher gingen wir noch bei „Curry 36“ essen um uns für das kleine Finale stark zu halten. Während des wirklich tollen Musicals durften wir feststellen, dass unser Schulmusical diesem durchaus Konkurrenz leisten kann. Mit dem Musical ging dann auch unser Tag zu Ende.
Mittwochmorgens standen wir voller Elan auf um in dem kleinen Finale möglichst gut abzuschneiden. Wir starteten den Tag wie jeden Morgen mit einem Frühstück und der S-Bahn Fahrt zu der Regattaanlage. Dort verblieb nicht viel Zeit: Nach kurzer Teambesprechung und dem Entscheiden über die richtige Taktik, musste sich die Mannschaft schon aufwärmen. Vor dem Antritts des Rennens steckten wir unsere Ziele hoch: Platz 7 bis 9, was Platz 1-3 in dem Finale bedeutet, muss drin sein! Die Aufregung war kaum zu halten und die Nerven zum Zerreißen gespannt. Nach dem Start bekamen alle Zuschauer das erwartete spannende Rennen. Mit der ständig wechselnden Perspektive der Zuschauer rückte einmal das Karlsruher Boot, ein anderes Mal das Düsseldorfer und das dritte Mal das Speyrer Boot in Führung. Keiner konnte genau sagen, wer nun in Führung lag. Auf der Streckenhälfte setzte sich das Karlsruher Boot leicht ab und ging auf Siegkurs. Doch der zweite Platz war hart umkämpft zwischen Speyer und Düsseldorf. Auf dem Schlussspurt konnte sich das Düsseldorfer Boot dann mit knapp einer bis eineinhalb Längen absetzen und entschied den zweiten Platz für sich. Der dritte Platz ging an das Nikolaus-von-Weis-Gymnasium. Die Freude bei den Ruderern war trotz des dritten Platzes groß, da man mit dem Rennen zufrieden war und man sich klar von Bremen und Schwedt absetzen konnte. Nach dem Beglückwünschen der Sieger und dem Aufladen des Bootes entschied man sich für einen erneuten Besuch Berlins. Dort aßen wir etwas und fuhren mit dem Bus der Linie 100 durch Berlin um weitere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Am Mittwochabend sollte dann noch die Abschlussveranstaltung aller Sportler von Jugend Trainiert für Olympia stattfinden. Diese war auch ein voller Erfolg und gefiel allen Teilnehmern gut. In der Nacht, nach der Rückkehr in unserem Hotel packten wir unsere Sachen zusammen, um am Donnerstagmorgen direkt abreisen zu können.
Am Donnerstag ging unser Berlinaufenthalt zu Ende. Wir frühstückten ein letztes Mal und machten uns auf den Weg zum Berliner Hauptbahnhof. Dort deckten wir uns mit Proviant für die fünfstündige Fahrt ein. Die kurzweilige Fahrt ging dann gegen 14:30 Uhr in Mannheim zu Ende und alle Beteiligten waren sich einig: Die Fahrt war ein voller Erfolg und man wird nächstes Jahr wieder den Angriff für die Qualifikation nach Berlin aufnehmen.
Marvin Degen













