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Deutsche JuniorAkademie Meisenheim 2007
Vom 12. – 28. Juli 2007 besuchte ich die JuniorAkademie im Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim. Die Zeit dort war ein tolles Erlebnis …
Bei den Deutschen JuniorAkademien handelt es sich um ein länderbezogenes Programm zur Förderung begabter Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe. Sie finden in den jeweiligen Sommerferien der verschiedenen Bundesländer statt.
Lernen in den Ferien? Diese Frage stellte nicht nur ich mir, sondern auch viele der anderen Teilnehmer, wie sich später herausstellte. Nachdem ich mich aber über die geplanten Themen und Aktivitäten informiert hatte, fiel mir die Entscheidung leicht: Ich wollte unbedingt mitmachen und dabei sein! Angeboten wurden folgende Kurse:
- Der Mathekurs – eine Gruppe?
- Von der Blinkschaltung zum Microcontroller – Digitalelektronik für Anfänger
- Düfte zum Verlieben
- Von Thukydides bis zu Internetblogs! Geschichte(n) schreiben
Jeweils 16 Jugendliche konnten einen der o. g. Kurse belegen, insgesamt waren wir also 64 Jugendliche bei der „Aka“, wie wir die Akademie zwecks Vereinfachung bereits nach einigen Tagen nannten.
Ich entschied mich für den Kurs „Düfte zum Verlieben“ und lernte meine Kursleiter Frank Schildberg (24 Jahre, studiert seit 2003 Molekulare Biomedizin in Bonn als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes) und Felix Heymann (29 Jahre, ehemaliger Stipendiat, ebenfalls Biochemie im Bereich Infektionsbiologie und Immunbiologie) beim Vorbereitungstreffen an einem Wochenende im Juni in Bad Kreuznach kennen. Natürlich waren auch alle anderen Betreuer und Akademieteilnehmer dabei und wir tauschten die ersten E-Mail-Adressen bzw. Telefonnummern aus, um uns bezüglich der vorzubereitenden Referate auszutauschen.
Am 12. Juli war es dann soweit: Der erste Akademietag!!!
Die JuniorAkademie Rheinland-Pfalz tagte wie die Jahre zuvor im Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim am Glan. Das Gymnasium besitzt ein großes Gelände, gut ausgestattete Klassen- bzw. Kursräume, sowie ein angegliedertes Internat, in dem wir untergebracht waren.
Anfangs war mir noch ein bisschen mulmig, weil ich noch nie solange von zu Hause weg war und nicht genau wusste, was auf mich zukam. Doch kaum angekommen, traf ich alle wieder, die ich auf dem Vorbereitungstreffen kennengelernt hatte und die Aufregung legte sich. Nach der Anmeldung stellten uns unsere Betreuer einige, in Gruppen zu lösende Aufgaben, sodass wir gleich das ganze Gelände durchstreiften und uns einen ersten Überblick verschaffen konnten.
Unser Tagesablauf begann mit dem Frühstück und einem all-morgendlichen Plenum um ca. 8.30 Uhr. Hier besprachen wir, was die heutigen küA’s (kursübergreifende Aktivitäten) sind und was in der nächsten Zeit so alles ansteht. Außerdem hatte sich eine Nachrichtengruppe zusammengefunden, die uns jeden Tag über das Weltgeschehen „außerhalb der Akademie“ informierte. Danach folgten zwei „Kursblöcke“, die durch eine kurze Pause unterbrochen waren. Hier arbeiteten wir an dem derzeitigen Projekt unserer Kurse.
Um 12.15 gab es Mittagessen. Ab 13 Uhr hatten wir drei Stunden zur freien Verfügung, wobei ab 14 Uhr verschiedene küA’s angeboten wurden. Gesang und Instrumentalmusik, Stimmbildung, Ballspiele, Geräteturnen, Schwimmen, Zeichnen und Klettern waren nur einige der möglichen Freizeitaktivitäten. Um 16 Uhr gab es Kaffee/Tee und Kuchen. Danach setzten wir unsere Kursarbeit bis ca. 18.30 Uhr fort. Nach dem Abendessen wurden ebenfalls noch küA’s, wie z.B. Nachtwanderungen, Fledermäuse aufspüren, Sterne beobachten, Tanzen oder Kuchen backen usw. angeboten. Ab 23 Uhr war Bettruhe.
Da jeder Tag so aufgebaut war, gewöhnten wir uns sehr schnell an den Ablauf. Es blieb auch genügend Zeit zum Abschalten, Relaxen oder einfach zum Erzählen. Die Arbeit in den verschiedenen Kursen war sehr interessant: Die Projekte wurden anschaulich und in praktischen Versuchen dargestellt und sehr gut vermittelt. Unsere Kursleiter waren mit viel Engagement und Freude dabei, beides griff schon bald auf uns über und oft konnten wir den nächsten Kursblock gar nicht erwarten. Auch bei den küA’s waren unsere Betreuer mit solcher Begeisterung bei der Sache, dass wir vieles ausprobierten und neue Erfahrungen machen konnten.
Am Ende der Akademie, am 28. Juli 2007, konnten wir gar nicht fassen, dass die schöne Zeit nun vorbei war. Zweieinhalb Wochen waren wie im Fluge vergangen und obwohl wir uns einerseits wieder auf unsere Eltern und Freunde zu Hause freuten, war der Abschiedsschmerz groß. Bei der Abschlussveranstaltung, die musikalisch von uns umrahmt wurde, blieben viele Eltern unbeachtet und viele Teilnehmer kämpften mit den Tränen. Wir versprachen uns gegenseitig, weiterhin in Kontakt zu bleiben.
In den Herbstferien trafen wir uns bereits für 3 Tage in einer Jugendherberge in Bitburg. Die Wiedersehensfreude war groß.
Als Teilnehmer der JuniorAkademie Rheinland-Pfalz wird man in den Club der Ehemaligen, den sog. CdE aufgenommen; bei Veranstaltungen dieses Clubs kann man seine Freunde von der Akademie wieder treffen. Es sind aber auch ältere Jungen und Mädchen, die bereits vor uns an einer Akademie teilgenommen haben, dabei. Der CdE ist dazu da, mit den älteren bzw. jüngeren Mitglieder Erfahrungen auszutauschen und neue „kleine“ Akademien durchzuführen. An Pfingsten steht so eine Akademie wieder an und ich werde auf jeden Fall dabei sein!
Ich habe die Zeit bei der Akademie sehr genossen, wir haben unwahrscheinlich viel Neues gelernt und wichtige Erfahrungen gemacht. Ich bin froh, dass ich die Zeit während der Sommerferien mit den 63 anderen Teilnehmern verbringen und diese Zeit mit ihnen teilen und genießen durfte.
Ich werde die Akademie, das Wissen und die tollen Erfahrungen, die ich dort sammeln konnte, sicher niemals vergessen und mich immer gerne an die Zeit zurückerinnern.
Marvin, Klasse 8






