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Juniorakademie Meisenheim 2010

Jedes Jahr wird im Land Rheinland-Pfalz in den Sommerferien eine Deutsche Juniorakademie angeboten. Vor der eigentlichen Akademie gibt es immer ein Vorbereitungstreffen, welches dieses Jahr im Mai in Idar-Oberstein stattfand. Dort hatten wir bereits die Möglichkeit unsere Kursleiter und die anderen Teilnehmer kennen zu lernen. Die Akademie fand dieses Jahr, wie schon in den Jahren zuvor im Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim am Glan statt.

In den vier angebotenen Kursen, es gab einen Mathematik-, einen Chemie-, einen Literatur-, und einen Biologiekurs, konnten die ca. 60 Teilnehmer viel Neues lernen. Natürlich hatten wir auch genügend Zeit um uns gegenseitig  besser kennen zu lernen und viele neue Freundschaften zu schließen. Neben unserer Arbeit in den Kursen hatten wir die Möglichkeit, freiwillig an Angeboten wie Chor, einer Theatergruppe und einer Band teilzunehmen.

Ein typischer Akademietag war wie folgt aufgebaut:
Zwischen 7.30 bis 8.30 Uhr gab es Frühstück in der Cafeteria, um 8.30 wurde dann im Plenum mit der Akademieleitung der Tag besprochen und der Nachrichtendienst informierte uns über aktuelle Ereignisse. Um 9.30 Uhr begann die erste Kurseinheit des Tages, welche um 10.30 Uhr von einer Obst- und Getränkepause unterbrochen wurde.
Von 12.15 bis 13.00 Uhr gab es dann Mittagessen, danach hatten wir bis 14.00 Uhr Freizeit. Um 14.00 Uhr konnten die Teilnehmer dann an kursübergreifenden Aktivitäten (KüA’s) teilnehmen oder selbst welche anbieten. Häufig wurden angeboten: verschiedene Sportarten und Sprachen, Musik und Theater. Die KüA’s dauerten bis 16.00 Uhr, dann gab es eine Kuchenpause, nach der bis zum Abendessen nochmal in den Kursen gearbeitet wurde. Von 18.45 bis 19.30 Uhr gab es dann Abendessen und von 20.00 bis 22.00 Uhr wurden dann wieder verschiedene KüA’s angeboten. Um 22.30 Uhr war Bettruhe.

Im Biologiekurs, den ich ausgewählt hatte, befassten wir uns mit der Infektionskrankheit Tuberkulose. Diese untersuchten wir unter mikrobiologisch-medizinischen sowie gesellschaftswissenschaftlichen Aspekten.
Wir erarbeiteten zunächst am Beispiel des Keimes Mycobacterium tuberculosis die Grundlagen der Bakteriologie. Damit wir den Krankheitsverlauf der Tuberkulose verstehen konnten, verschafften uns unsere beiden Kursleiterinnen Lena und Nora einen Überblick über das Immunsystem. Außerdem sprachen wir über die problematische Resistenzentwicklung bei der Therapie mit den Antituberkulotika.
Im Rahmen der Gesellschaftswissenschaft sprachen wir über die heutige globale Verbreitung der Tuberkulose, Nichtregierungsorganisationen, Patentrechte, die Verbindung der Krankheit mit AIDS und vieles mehr.

 

Die Gruppe
Werkstattkonzert

Bei den KüA’s arbeiteten Chor, Band und Theatergruppe zunächst auf unser Werkstattkonzert und anschließend auf das offizielle Abschlusskonzert hin. Das Abschlusskonzert, unser eigenes Musical mit dem Titel „My Way“, war ein großer Erfolg und bereitete allen Teilnehmern viel Spaß.

Durch die zahlreichen KüA-Angebote wurde genügend Ausgleich zu der teilweise anstrengenden Kursarbeit geboten, sodass man während der KüA-Zeiten eigentlich immer seinen persönlichen Interessen nachgehen konnte.

Zur Abwechslung gab es einen Tag mit verschiedenen Exkursionen und die Rotation. Für den Rotationstag wurden in jedem Kurs vier Gruppen gebildet, die dann den Teilnehmern aus den anderen Kursen erklärten, was sie in ihrem Kurs erarbeitet hatten.

Am letzten Abend gab es eine große Party, bei der jeder Kurs zunächst die Möglichkeit hatte, z.B. einen Sketch vorzuführen, danach feierten alle gemeinsam mit den Kursleitern und hatten riesigen Spaß.

Insgesamt kann ich die Juniorakademie jedem, der die einmalige Möglichkeit bekommt daran teilzunehmen, nur empfehlen. Man kann sich mit Leuten, die gleiche Interessen haben, austauschen und Kontakte knüpfen, hat sehr viel Spaß und wird diese Zeit bestimmt nicht vergessen.

Leonie G., Klasse 9b