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Integrationstage der Jahrgangsstufe 11 im Jahre 2011

Neu oder alt?! - Ein Integrationsmärchen im Pfälzer Wald

Es war einmal eine 11. Klassenstufe am Nikolaus-von-Weis-Gymnasium. Diese verbrachte drei spannende Tage gemeinsam mit viel Spaß und Freude. Dieses Jahr ging die Fahrt in eine Stadt mitten in der Pfalz, umgeben von Weinreben und wunderbaren Pfälzer Bergen: Neustadt an der Weinstraße.

Am ersten Mittwoch nach den Sommerferien war es soweit. Alle „Nikianer“, ob alt oder neu, wurden mit zwei Bussen in Speyer abgeholt. Ziel der sogenannten „I-Tage“, wie es in der Fachsprache heißt, war und ist es in jedem Jahr, allen Schülerinnen und Schülern Zeit und Möglichkeit zu geben, sich außerhalb des schulischen Rahmens kennen zu lernen.

Denn genau dieses Kennenlernen erleichtert den Übergang in die gymnasiale Oberstufe und ist auch wichtig für die Schritte zum Abitur. Auch dieses Jahr nahm unser Gymnasium wieder eine große Anzahl von neuen Schülern auf, die von Haupt-, Regional-, Realschulen oder anderen Gymnasien zu uns kamen.

Unsere Helfer und Retter in der Not...

Damit wir nicht ganz im Dunkeln tappen mussten und uns die eine oder andere Verwirrung ersparen konnten, begleiteten uns im Jahre 2011 Frau Steigleiter, Herr Pfundstein, Herr Poplawski, Herr Schäfer und Herr Dr. Wallianos. Alle standen uns mit Rat und Tat zur Seite und ließen ihrer Kreativität vor allem dann freien Lauf, wenn es um „Kennenlernspiele“ ging.

Die Ankunft der neugebackenen 11er-Truppe und die ersten Stunden

Als wir die anstrengende Fahrt nach Neustadt, die eine unglaubliche halbe Stunde mit dem Bus dauerte, überstanden hatten und endlich in der Jugendherberge eintrafen, erwartete uns sogleich ein Spiel, in welchem alle versteckten Geheimnisse zum Vorschein kamen und keiner ein „secret“ wahren konnte: Alle Vorlieben und „Schandtaten“ wurden schonungslos aufgedeckt, sodass wir einander besser einschätzen konnten. Um das Einprägen der so vielen neuen und bisweilen altbekannten Namen zu unterstützen, bekamen wir Namensschilder ausgehändigt. Allerdings war es trotzdem eine Herausforderung Namen zu lernen, wenn plötzlich männliche Wesen weibliche Namen trugen. ;-)

Geheimnisse werden gelüftet

Anschließend gab es weitere teamorientierte Aufgaben, die den Zusammenhalt in der Gruppe stärken sollten und sich als sehr amüsant erwiesen.

Als auch der Nachmittag langsam vergangen war, wurde es Zeit die Zimmer zu beziehen. Da die Zimmereinteilung vorgegeben war, bot sich so eine weitere Gelegenheit, um mit den uns bis dahin noch unbekannten Mitbewohnern ins Gespräch zu kommen.

Um 18.00 Uhr stand die „Raubtierfütterung“ auf dem Programm: Alle stürmten in den Speisesaal und ließen sich das Abendessen in gemütlicher Atmosphäre schmecken. Nach diesem köstlichen Mahl wurde uns die nächste Botschaft aus dem „Rat der Lehrer“ mitgeteilt. Es ging darum in Gruppen einen „bunten Abend“ für Donnerstag vorzubereiten. Diese Aufgabe erforderte höchstes Engagement und viel Geduld. Für echte Energiebündel gab es sogar noch eine Nachtwanderung im Hellen. Nach diesem ereignisreichen Tag folgte die Nacht, mit viel oder wenig Schlaf, wie es der Einzelne vermochte...

Der zweite Tag...

Nach dem unserer Meinung nach etwas zu frühen Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns auf eine 20minütige Wanderung, um den nahe gelegenen Sportplatz zu erreichen.

Auf diesem erwartete uns eine „Sport-Olympiade“ der besonderen Art: Der sogenannte Dreibeinlauf, die Pedalo-Staffel oder der Hula-Hoop-Wettbewerb werden uns wohl noch lange im Gedächtnis bleiben und für das eine oder andere Schmunzeln auf unserem Gesicht sorgen.

Sportlich, sportlich
Eine Reifen-Leistung

Alle Aufgaben konnten nur als Team mit gegenseitigem Vertrauen und in intensiver Absprache bewältigt werden. Nach dieser außerordentlich sportlichen Betätigung war es natürlich wieder an der Zeit uns in der Jugendherberge zu stärken. Der Nachmittag stand für die Gruppenarbeit zur Verfügung, deren Ergebnis wir noch am selben Abend zu sehen bekamen.

Der wirklich „bunte“ Abend ...

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, war der Augenblick der Wahrheit gekommen, die Zeit der Abrechnung...

Die Bandbreite des Angebots war unglaublich. Von einstudierten Tänzen wie einem Bauchtanz (ganz im Sinne von „Schüttel deinen Speck!“) oder einem grazilen Männerballett zur Musik von Schwanensee, über die Gestaltung von Pantomimen bis hin zu einer kleinen, aber erlebenswerten Parodie über Lehrer war so manches vertreten. Wir, die Zuschauer, folgten gespannt den Geschehnissen und träumten noch in der Nacht davon. Damit der ganze Abend gesittet und geordnet ablaufen konnte, übernahmen zwei talentierte Moderatoren aus der Schülerschaft die Leitung und führten uns durch eine Zauberwelt der Fantasie. Es war wirklich ein schöner und vor allem gelungener Abend, an dem es viel zu lachen gab: Dank an alle Mitwirkenden!

Ein unterhaltsamer Bunter Abend

Der letzte Tag...

Dem Programm des letzten Tages machte leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnete und so wurde leider die geplante Wanderung und das anschließende Picknick in den Weinbergen verhindert. Als das Wetter sich wider Erwarten etwas beruhigt hatte, wurde uns die Wahl überlassen, ob wir nun doch einen verkürzten Marsch antreten wollten oder uns lieber Richtung Stadt begeben wollten, um dort in einer Art Stadtrallye spezielle Gebäude ausfindig zu machen und etwas über diese zu erfahren.

Auf Schusters Rappen unterwegs

Als wir uns alle wieder in der Jugendherberge eingefunden hatten, war es auch schon an der Zeit, die Heimfahrt anzutreten. So sagten wir am frühen Nachmittag „Adieu, Neustadt! Speyer, wir kommen wieder!“, mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Und weil es sich um ein Integrationsmärchen im Pfälzer Wald handelte, bleibt nur noch eins: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann gehen sie noch heute zur Schule.

Alexandra Müller (Jg.11)

Keine schlechte Stimmung
Der Jahrgang insgesamt