Druckversion
Schriftgrösse:

Wer war Nikolaus von Weis?

Bitte lesen Sie auch auf der Seite des Instituts St. Dominikus über Nikolaus von Weis und den Ordensgründer Dominikus!

Bischof Nikolaus von Weis und das Nikolaus-von-Weis-Gymnasium

(und es wird wirklich mit „s“ geschrieben...)

Nikolaus Weis wurde 1796 als Sohn eines Schäfers in Lothringen geboren.

Angesichts der Wirren nach der Französischen Revolution erhielt der intelligente und wissbegierige Nikolaus zunächst eine wenig systematische Schulbildung.

In dem damals erlebten Mangel könnte seine ungewöhnlich starke Aufmerksamkeit für Fragen der Schule, Bildung und Erziehung seine Ursache haben, die später sein Leben und Wirken als Bischof nachhaltig prägten.

Nikolaus Weis selbst erhielt nach 1811 die Möglichkeit, in Mainz die Fächer Latein, Griechisch, Hebräisch, Rhetorik, Philosophie und Theologie zu studieren.

1818 zum Priester geweiht, promovierter er 1822 zum Doktor der Theologie.

Danach stand er zwanzig Jahre lang den Speyerer Bischöfen als Domkapitular zur Seite, bis er 1842 selbst zum Bischof von Speyer geweiht wurde und dem Bistum die folgenden 27 Jahre bis zu seinem Tod am 13. Dezember 1869 vorstand.

Unter anderem (so veröffentlichte er ein Diözesangesangbuch und setzte sich für Verbesserungen der sozialen Lage ein) bemühte sich Nikolaus von Weis um eine solide christlich geprägte Schulbildung für Jungen und Mädchen.

So gründete er 1852 das „Institut der Armen Schulschwestern“, das heute unter der Bezeichnung „Institut Sankt Dominikus“ als Kongregation bischöflichen Rechts zum Dominikanerorden gehört und einige Schulen sowie weitere Einrichtungen (z.B. ein Hospiz, ein Krankenhaus, ein Kinderdorf...) in Rheinland-Pfalz und dem Saarland unterhält.
Das Nikolaus-von-Weis-Gymnasium in Speyer ist eine der Schulen; hinter der bunt gestalteten Mauer auf der Rückseite der Fahrradständer liegen die Gebäude, die den Schwestern des Ordens als Mutterhaus dienen; zur Zeit unterrichten keine Ordensschwestern mehr an unserer Schule. Der Orden finanziert als Eigentümer der Schule und ihrer Anlagen über eine Stiftung unter anderem den Unterhalt des Schulgebäudes und die Einrichtung der Klassenräume.

 

Dominikus – Ordensgründer

Dominikus wurde um 1170 zu Caleruega in Kastilien geboren. Von seinen Eltern zum christlichen Dienst bestimmt, studierte er in Valencia Theologie. Bei einer Hungersnot verkaufte er seine Bücher, um den Notleidenden zu helfen. Auf einer Reise mit Bischof Diego von Osma im Auftrag des Königs lernte er in Südfrankreich die Irrlehre der Katharer kennen. In dieser Not begann er mit seinem Bischof in apostolischer Armut zu predigen und mit den Irrlehrern zu disputieren. 1207 gründete Dominikus das Frauenkloster von Prouilhe und 1215 eine Predigergemeinschaft in Toulouse. Nach dem vierten Laterankonzil erkannte Papst Honorius III. den neuen Predigerorden an, der die Augustinerregel als Grundlage übernahm und Seelsorge und Gebet, Armut und Gemeinschaftsleben, Kontemplation und Studium miteinander verband, und half dem Gründer bei der weltweiten Ausbreitung des Ordens. Noch zu Lebzeiten des Gründers entstanden Klöster in Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland, England und Ungarn. Dominikus starb am 6. August 1221 in Bologna. Auf dem Sterbelager versprach er seinen Brüdern, ihnen nach seinem Tod nützlicher zu sein als zu seinen Lebzeiten. Papst Gregor IX. sprach ihn 1234 heilig.