Schulschrift 2009
Im bewährten Drei-Jahres-Rhythmus haben wir im Frühsommer 2009 wieder eine Schulschrift herausgegeben, diesmal auf 327 Seiten.
Wagen Sie doch einen Blick und lesen Sie unter anderem…
- Interview mit Bischof Dr. Wiesemann
- FSJ im Hospiz
- Schule ohne Rassismus
- Jugendbegegnung des Bundestages
- Politische Bildungsreise
- Autorenlesungen
- Austausch mit China
- Auslandserfahrungen in Chile oder Australien
- Interview mit einer ungarischen Gastschülerin
- Landesfinale bei „Jugend trainiert für Olympia“
- Praktikum im Bundestag
- Auf den Spuren von Profijournalisten
- Hai-Eier im Klassenzimmer
- oder auch Artikel zum Thema Abschied
Als „Kostprobe“ stellen wir einen Beitrag der AG „Römisch Kochen“ ins Internet:
„Das schmeckt ja echt … interessant.“ – Kochen wie die alten Römer
Am Akademietag des Jahres 2008 war es soweit: Unsere AG „Römisch Kochen“ war bereit, ihr im vergangenen Jahr erworbenes Wissen zur Kochkunst der Antike am lebenden Objekt auszuprobieren.
Und tatsächlich gab es eine überraschend große Nachfrage: Die bereitgelegten Liegemöglichkeiten (Wolldecken statt Klinen) reichten nicht aus, allen Neugierigen einen Platz zu bieten.
Gleichwohl gab es in ausreichender Zahl kleine Probierportionen, um allen Anwesenden einen ersten Eindruck antiker Genüsse zu vermitteln.
Als Menüfolge wurde serviert:
Vorspeise von Aprikosen (gustum de praecoquiis),
Schweineschnitzelchen in Sauce an Zucchinisalat (vitellina fricta et cucurbita exilata),
Süßmostbrötchen in Honig (dulcia).
Dazu kredenzten wir echten Pfälzer Traubensaft (sucus Palatinarum uvarum).
Während diese Speisen in der Küche vom Küchenteam pfannenfrisch zubereitet wurden, erklärten einige Mitglieder der AG in den Servierpausen die Zubereitung der Speisen und manche Ess- und Kleidungsgewohnheiten der Römer.
Dabei konnten wir auf unsere Erfahrungen aus den AG-Stunden des vergangenen Jahres zurückgreifen, in denen wir zusammen mit Herrn Schäfer in Orientierung am antiken Kochbuch des Apicius unter anderem gebratene Zucchini, gebratene Eier, Saubohnen nach Art des Vitellius, Schweineschnitzelchen in Perlzwiebel-Mandelsoße, pikante Fleischbällchen mit kernigem Geheimnis, Frikassee mit Aprikosen, Sauce für gekochten Strauß, gefüllte Datteln, Birnen-Auflauf, Mohnkügelchen und Pinienpudding zubereitet hatten – während andere Gerichte wie „Mit Milch gemästete Schnecken“ oder „Bouletten aus Langustenschwänzen“ weiterhin auf ihre kulinarische Entdeckung warten...
Die gekochten Speisen stellten sich als mehr oder weniger delikat heraus, konnten aber durchaus den Vergleich mit ebenfalls von uns zubereiteten modernen „römischen“ Speisen wie Spaghetti Bolognese und Pizza prosciutto bestehen; typisch antik war dabei eine „Liaison der Extreme“ – oftmals wurden Pfeffer und Honig miteinander in Beziehung gebracht…
Lediglich um das „Maggi der Antike“, das sogenannte garum, haben wir mit Absicht einen großen Bogen gemacht: Allein der Zubereitungshergang, bei dem damals kleine Fische und Fischinnereien längere Zeit in einer Amphore der Sonne ausgesetzt wurden und bei dem nach einem Gärungsprozess eine übel riechende Brühe entstand, hat uns denn doch abgeschreckt.
Die Kochstunden selbst waren durchaus vergnüglich, nicht alles gelang auf Anhieb, manches Gericht war etwas gewöhnungsbedürftig und … mmh … interessant, speziell der leider unumgängliche Abwasch war nicht immer ein freudiges Erlebnis; insgesamt jedoch waren wir alle gerne dabei und haben diese Erweiterung unserer gastronomischen Kenntnisse genossen.
Die Mitglieder der AG „Römisch Kochen“:
Corinna, Lara, Tobias, Marvin, Jonas, Johannes, Dominik (alle Klasse 8)







