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Sieben Schulen mit dem großen Plus

„Die Zeit“, 24. Februar 2011

Die Schüler am Nikolaus-von-Weis-Gymnasium in Speyer lieben die Herausforderung – auch und gerade bei Wettbewerben. In den vergangenen Jahren waren sie unter anderem erfolgreich als »Deutschlands beste Informatiker«, erreichten das Bundesfinale im Rudern bei »Jugend trainiert für Olympia« und erzielten einen hervorragenden dritten Platz bei »Jugend debattiert«. Im Edith-Stein-Gymnasium erlebten kürzlich 90 Jugendliche einige Stunden des Gebets und des Gesprächs – bei einem Treffen zur »Nacht der Lichter« mit Frère Timothé aus Taizé im Dom zu Speyer. In seiner offenen Art gelang es Frère Timothé, die Jugendlichen für das Leben in Taizé zu interessieren. Die Atmosphäre, das Singen und Beten sowie die Stille beeindruckten die Jugendlichen nachhaltig. Die Schülerinnen und Schüler der Albertus-Magnus-Schule in St. Ingbert lieben – genauso wie ihre Eltern und Lehrer – Musik und Theater. Deshalb gibt es dort nicht nur regelmäßig neue Theaterprojekte, sondern auch einen »Elsch-Chor«, in dem Eltern, Lehrer und Schüler gemeinsam singen.

Solidarität und Gemeinschaft spielen eine zentrale Rolle in den insgesamt sieben Schulen der St. Dominikus Stiftung Speyer. Die Schwächeren werden aufgefangen und mitgenommen, die Stärkeren gefördert. Was andernorts nur gesagt wird, hier wird es gelebt. Schließlich steht über den Schulen der Leitspruch: »Unser Engagement – der Mensch«. Vermittelt werden die dominikanischen Werte »Miteinander-Füreinander«, Bereitschaft zum Dialog, Achtsamkeit und Achtung der Menschenwürde. Neben vielen Aktionen außerhalb des Unterrichts ist dies das große Plus, das die katholischen Schulen bieten.

Die Lehrkräfte an dominikanischen Schulen bringen nicht nur fachlich-wissenschaftliche, sondern auch menschliche Qualifikationen ein. Kein Wunder, ist die gemeinnützige St. Dominikus Schulen GmbH doch hervorgegangen aus der Ordensgemeinschaft »Institut St. Dominikus Speyer«, die im Jahr 2003 die St. Dominikus Stiftung Speyer gründete. Damit sicherten die Schwestern ihr ideelles Erbe und legten gleichzeitig die wirtschaftliche Grundlage für den Fortbestand ihrer Einrichtungen. Das Besondere an der St. Dominikus Stiftung: Sie begleitet die Menschen während ihres ganzen Lebens von der Geburt bis in den Tod – in den Krankenhäusern. zwei Jugendhilfeeinrichtungen, im Hospiz und in den sieben Schulen mit insgesamt 3500 Schülerinnen und Schülern.